Uniontour

Nähfabriken in Asien

Vortragstour mit Arbeiterinnen aus Indonesien und Sri Lanka

Dian von der feministischen Gewerkschaft Inter-Factory Workers‘ Federation (FBLP) aus Indonesien und Chamila vom Dabindu Collective aus Sri Lanka werden einen Vortrag halten. Dabei wird es hauptsächlich um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Näherinnen gehen. Insbesondere berichten sie über Gewalt gegen Frauen sowie von aktuellen Arbeitskämpfen.

Anschließend wollen wir besprechen, was wir vor Ort tun können, um die Kämpfe der Näherinnen zu unterstützen.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten und auf Deutsch übersetzt.

Die Gewerkschaft FBLP setzt sich für die Entfristung von Arbeitsverträgen ein. Zudem ist sie aktiv gegen Diskriminierung von und sexualisierte Gewalt gegen Arbeiterinnen und LGBTQ. Als Teil ihrer Arbeit hat die FBLP ein Radioprogramm etabliert. Dieses wird von Arbeiterinnen für Arbeiterinnen betrieben und heißt Marsinah Radio.

Das Dabindu Collective ist eine feministische Organisation, in der sich Näherinnen in der Freihandelszone von Katunayake solidarisch organisieren und sich gemeinsam für ihre Interessen einsetzen. Ihr Schwerpunkt ist das Empowerment von Näherinnen durch Bildungsangebote sowie die Propagierung von Menschenrechten für lohnabhängige Frauen.

Stuttgart
21. Oktober, 19 Uhr Stadtteilzentrum Gasparitsch, Rotenbergstraße 125

Eine Veranstaltung der FAU Stuttgart in Kooperation mit Frauenkollektiv Stuttgart und Frauenverband Courage. Eintritt frei!

Terminplan:

07.10. – Hamburg
09.10. – Hannover
11.10. – Köln
12.10. – Münster
14.10. – Marburg
16.10. – Dresden
17.10. – Halle
18.10. – Jena
20.10. – Kaiserslautern
21.10. – Stuttgart
23.10. – Freiburg
25.10. – Paris (CNT-F)
27.10. – Madrid (CNT)
29.10. – Barcelona (CNT)

Rückblick auf unsere Aktivitäten rund um den 1. Mai 2019

Aufmerksame LeserInnen konnten schon die Wochen vor dem 1. Mai einen Eindruck gewinnen, zu welcher Thematik die FAU Stuttgart zum internationalen Arbeiterkampftag dieses Jahr auf die Straße ging: „Weniger Vollzeit für alle – für die kollektive Arbeitszeitverkürzung“ – so lautete die Überschrift unseres Artikels in der 1.Mai-Sonderausgabe der FAU-Zeitung „Direkte Aktion“. Hunderte dieser Zeitungen wurden von uns schon im Vorfeld des 1. Mai an Privathaushalte verteilt und an verschiedenen Orten ausgelegt. Außerdem waren wir bei einem Infostand am Ostendplatz Mitte April persönlich ansprechbar. Interessierte PassantInnen konnten mit uns ins Gespräch kommen und sich Infomaterial zum gewerkschaftlichen Umgang mit Leiharbeit, Sexismus am Arbeitsplatz oder Selbstständigkeit mitnehmen.

Warum wir am 1. Mai auf die Straße gehen war das Thema zweier Diskussionsveranstaltungen. Sie fanden eine Woche vor dem 1. Mai in Tübingen und Stuttgart statt. Hier gingen wir genauer ein auf die Thematik „Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich“.

Am 1. Mai selbst war wie schon die letzten Jahre viel geboten: Zunächst die DGB-Gewerkschaftsdemonstration, auf der auch wir präsent waren. Danach folgte die Revolutionäre 1. Mai-Demonstration. Das diesjährige Motto lautete: „Kapitalimus hat keine Zukunft: Protest. Widerstand. Revolution“. Wie schon die letzten Jahre hielten wir einen Redebeitrag und gingen dabei auf unser diesjähriges Thema „Arbeitszeitverkürzung“ ein.

Nach der Demonstration lud das Stadtteilzentrum Gasparitsch zum 1.Mai-Fest ein. Bei Kaffee und Kuchen sowie warmen und kalten Speisen gab es ein buntes Programm aus Musik, Quiz, politischem Stadtteilspaziergang sowie Workshops. Die FAU Stuttgart bot am Nachmittag zwei Veranstaltungspunkte: Mit ihrem Workshop „Widerstand auf Arbeit jenseits von Streik“ gab es einen praktischen Zugang sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Und zusammen mit dem Frauenkollektiv Stuttgart blickten wir zurück auf den Frauenkampftag am 8. März 2019.

Parallel zu den Demos und Aktionen in Stuttgart beteiligten sich unsere Mitglieder aus Heilbronn und Tübingen jeweils vor Ort an diversen Aktionen.

Alles in allem ein gelungener Tag – wir sind gespannt was die nächsten Jahre bringen!

 

Weitere Bilder des Tages:

 

Am 1. Mai auf die Straße für kollektive Arbeitszeitverkürzung!


Mehr als 100 Jahre nach den Kämpfen der Arbeiterklasse um den 8-Stunden-Tag, kommen Auseinandersetzungen um Arbeitszeit in gewerkschaftlichen und politischen Kämpfen wieder verstärkt eine große Bedeutung zu. Diese sind, wie auch Kämpfe um Lohn, Ausdruck des Interessenwiderspruchs zwischen der Klasse der Lohnabhängigen und der Klasse der Kapitalisten. Für Lohnabhängige ermöglicht eine Verringerung der Arbeitszeit (bei vollem Lohnausgleich) eine generelle Steigerung der Lebensqualität. Von Unternehmerseite aus besteht prinzipiell wenig Interesse an kürzeren Arbeitszeiten. Denn Arbeitszeitverkürzungen bei vollem Lohn- und Personalausgleich verringern das Angebot an billigen Arbeitskräften und damit auch die Macht der Unternehmen, Arbeitsbedingungen diktieren zu können. An dieser Logik hat sich bis heute nichts geändert.

Es überrascht daher nicht wirklich, dass es in den letzten Jahren immer wieder Forderungen von Arbeitgeberseite gab, Regelungen und Mindeststandards zur Arbeitszeit zum Nachteil der Lohnabhängigen aufzuweichen. Entsprechend gab es in den letzten Jahren einige medial viel beachtete Versuche von Arbeitgeberseite, diese Forderungen mit Hilfe der Politik in die Tat umzusetzen. Bekannte Beispiele sind das sogenannte „loi El Khomri“ in Frankreich, oder das neue Arbeitszeitgesetz in Österreich, die jeweils die maximale legale Wochenarbeitszeit auf 60 Stunden angehoben haben. Auch in Deutschland können durch das sogenannte „Pforzheimer Abkommen“ (2004) tariflich festgelegte Mindeststandards, insbesondere auch zur Arbeitszeit, temporär ausgehebelt werden. All diese Beispiele haben eines gemeinsam: es handelt sich um Angriffe der Unternehmer auf die Interessen der Lohnabhängigen. Und wo bleibt ihre Antwort?

Tatsächlich machte 2018 ein Tarifabschluss der IG Metall Schlagzeilen, mit dem (unter bestimmten Bedingungen) ein Recht auf eine Reduzierung der Arbeitszeit eingeführt wurde. Diese offensive Forderung nach Arbeitszeitverkürzung wurde (auch international) sehr positiv aufgenommen. Hierzulande, insbesondere innerhalb der Gewerkschaftslinken, gab es – bei allen positiven Aspekten – auch kritische Stimmen. Denn genau genommen handelt es sich dabei um ein individuelles Recht auf befristete Teilzeit. Die Arbeitszeitreduzierung erfolgt zum Großteil ohne Personal- und Lohnausgleich. Lediglich Personen, die in Schicht arbeiten oder Leute, die sich um kleine Kinder oder Familienangehörige kümmern, bekommen einen finanziellen Ausgleich. Die Reduzierung der Arbeitszeit Einzelner ist oft daran gekoppelt, dass ein bestimmter Anteil der KollegInnen mehr arbeitet. Anstatt kollektive Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich zu fordern, stehen sich nun also individuelle Interessen der ArbeitnehmerInnen gegenüber. Was können wir also tun?

Als kämpferische GewerkschafterInnen müssen wir endlich wieder in die Offensive gehen und reale Arbeitszeitverkürzungen fordern, d.h. kollektiv und bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Wir sollten dabei nicht auf bessere Gesetze durch politische Parteien hoffen, denn wie die oben genannten Beispiele zeigen, entscheiden diese viel zu oft im Sinne der Unternehmensinteressen anstatt derer der ArbeiterInnen. Stattdessen sollten wir den gewerkschaftlichen Kampf in den Mittelpunkt stellen. Nur wenn wir gemeinsam und organisiert unsere Interessen gegenüber den Unternehmen vertreten, können wir dauerhafte Verbesserungen für alle erkämpfen.

Geht mit uns am 1. Mai auf die Straße für kollektive Arbeitszeitverkürzung! Ihr findet uns wie immer bei den schwarz-roten Fahnen.

10:00 Uhr: Gewerkschaftsdemo, Marienplatz
11:30 Uhr: Revolutionäre 1.Mai-Demonstration, Karlsplatz
14:00 Uhr: 1. Mai Fest im Stadtteilzentrum Gasparitsch, Stuttgart Ost

Wir sind Teil des Revolutionären 1. Mai Bündnis Stuttgart.

Internationaler Frauenkampftag – 08.03.2019

Gestern waren wir gemeinsam mit vielen auf der Straße, unter dem Motto „Her mit dem ganzen Leben! Für Frauenrechte am 8. März auf die Straße!“. Dazu haben wir uns ab 16:00 Uhr auf dem Schlossplatz versammelt und mit einem Infotisch mit vielerlei interessanten Broschüren und Infoheften und einem Banner auf uns aufmerksam gemacht.

Um 16:30 Uhr begann dann auch schon die Kundgebung mit einem packenden Theaterstück einer iranischen Frauenorganisation. Weiter ging es mit verschiedenen informativen und kämpferischen Reden der Organisationen des Frauenbündnis.

Inhaltlich lag der Schwerpunkt unserer Rede auf der Thematik des (Frauen-) Streiks. Denn Streiks können nicht nur zur Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen ein Instrument sein. Man kann die Thematik viel weiter auslegen und weitaus kreativer einsetzen. So fanden letztes und auch dieses Jahr am 08. März weltweit Frauenstreiks statt die sich für die Aufhebung von Unterdrückungsverhältnissen einsetzen.

Pünktlich um 17:00 Uhr beteiligte sich unsere Kundgebung an der Aktion Aufschrei. 100 Sekunden lang haben sich die Besucher*innen auf dem Schlossplatz die Seele aus dem Leib geschrien und ordentlich Lärm gemacht. Symbolisch soll diese Zeit für die 100 Minuten stehen die Frauen pro Tag länger arbeiten müssen um auf den gleichen Lohn zu kommen.

Darauf folgte ein ausgelassener Tanz, der von kurdischen Trommlerinnen angeheizt wurde. Nach weiteren Redebeiträgen führte unsere Demonstration dann vom Schlossplatz Richtung Theodor-Heuss-Straße.

Mit einem bunten Demozug, bestehend aus bis zu 900 Teilnehmer*innen sind wir zu unserer Zwischenkundgebung auf dem Rotebühlplatz gezogen. Durch weitere Reden konnten wir hier nochmal einige Passanten auf uns aufmerksam machen und Frauenrechten einen Ausdruck geben.

Zum Abschluss sind wir nach dem Stopp am Rotebühlplatz unter ausgelassener kämpferischer Stimmung zum Rathaus gezogen. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt unsere Parolen lautstark zu verkünden und ein letztes Mal für den Tag mit unseren Fahnen zu schwenken.

Zum Ausklang des Tages haben wir uns schließlich gut gelaunt aber auch sehr erschöpft zu Essen und Umtrunk im Gasparitsch eingefunden.

*** Veranstaltungshinweis: Am 22.März Vortrag: Rückblick auf die internationalen Frauenstreiks
2019 (im Rahmen der monatlichen offenen FAU-Theke der FAU Stuttgart) ***

Bericht zur Beteiligung am Warnstreik des Öffentlichen Diensts

Da die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder bis jetzt zu keinem Ergebnis gekommen sind, haben sich Mitglieder unseres Syndikats heute an den Warnstreiks beteiligt. Wir haben mit einem kleinen Block die Demonstration und Kundgebung begleitet, an der um die 1200 Menschen teilgenommen haben.

Vor Ort sind einige Teilnehmer der Demonstration neugierig auf uns zugekommen, was uns die Gelegenheit gegeben hat zu erklären, was uns als FAU ausmacht. Als selbstorganisierte Basisgewerkschaft von Lohnabhängigen streben wir danach, unsere Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern. Das schaffen wir durch gegenseitige Hilfe im Alltag und gewerkschaftliche Kämpfe. Wir streben danach, den Kapitalismus und das Patriarchat zu überwinden. Diese Kämpfe müssen ebenfalls gegen Rassismus und transnationale Ausbeutung gerichtet sein, da all diese Herrschaftsverhältnisse miteinander verwoben sind.
Unser Ziel ist die Befreiung von jeder Ausbeutung, Unterdrückung und Herrschaft. Streik, das Verweigern von (bezahlter oder unbezahlter) Arbeit, ist dabei unser wirksamstes Mittel. Nur durch kollektives Handeln können wir soziale Emanzipation und Selbstbestimmung erreichen.

Wir werden die Tarifverhandlungen weiterhin begleiten und erneut die Arbeit niederlegen und auf die Straße gehen, sollte es zu keiner angemessenen Einigung kommen.

Öffentlicher Dienst im Streik – Hinweise für FAU-Mitglieder und Unorganisierte

Aktuell befinden sich die DGB-Gewerkschaften in Tarifauseinandersetzungen um den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst der Länder. Im Zuge dessen wird bis zur nächsten Verhandlungsrunde zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen.

Die FAU Stuttgart beteiligt sich wie andere Syndikate kritisch-solidarisch an den Streiks. Mitglieder haben Anspruch auf Streikgeld, sofern sie an den Kundgebungen teilnehmen. Informiert euch über Höhe und Auszahlung bitte beim Syndikat.

In Stuttgart finden am Montag, den 25.02. ganztägig Aktionen statt. Dort wird es einen kleinen FAU-Block geben. Kommt gerne mit Fahnen und Westen. Unorganisierte können ebenfalls dem Streikaufruf folgen, informiert euch über die Rechtslage bitte per Mail ans Syndikat.

07:00 Uhr.: Öffnung Streiklokal (Willi – Bleicher-Haus, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stgt.)
09:00 Uhr: Streikversammlung
10:45 Uhr: Aufstellung zur Demo
11:00 Uhr: Start Demonstration
12:00 Uhr: Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz

Aufruf zum internationalen Frauenkampftag

 

Seit 1921 findet der internationale Frauenkampftag am 8. März statt. Damals wie heute kämpfen an diesem Tag Frauen weltweit gegen Unterdrückung, für Gleichberechtigung und Emanzipation. Nun feiert dieses Jahr zwar das allgemeine Wahlrecht auch für Frauen Jubiläum aber von Gleichberechtigung ist unsere Gesellschaft totzdem noch weit entfernt.

Kämpft mit uns und vielen anderen Frauen weltweit gemeinsam am 8. März für die Befreiung der Frau!

Es finden ab 16:30 Uhr Aktionen auf dem Schlossplatz statt und um 17:30 beginnt dort die Demo.

Hier gehts zum Aufruf des Frauenbündnis Stuttgart.

Eine Broschüre zu rechtlichen Fragen und Handlungsoptionen rund um den Frauenstreik findet Ihr bei der FAU Dresden.

English:

Take to the streets on 8th March!

As every year, the international women’s day will be celebrated on March 8. The date is marked by women who fight against oppression, for equality and women’s liberation.

Fight with us and millions of other women worldwide.

Actions will take place on Schlossplatz from 4:30 pm, the demonstration will begin there at 5:30 pm.

Français:

Appel à manifester pour la journée internationale des luttes des femmes!

Mobilisons-nous ensemble contre l’oppression, contre le patriarcat et pour la liberation de la femme!

Départ: Vendredi 8 mars à 16h30 à Schlossplatz, la manifestation commence à 17h30.

Solidarität mit der Kupferbaubesetzung!

Seit dem 29. November ist der Kupferbau, ein Gebäude der Universität Tübingen, besetzt.

Anlass der Besetzung ist die Beteiligung der Uni am sogenannten Cyber Valley Neckartal. Dabei handelt es sich um einen Forschungsverbund zu künstlicher Intelligenz, an dem — neben der Uni, der Stadt und dem Max-Planck-Institut — vor allem private Firmen beteiligt sind. Dazu zählen das Rüstungsunternehmen ZF Friedrichshafen,  Amazon, verschiedene Automobilkonzerne sowie die SCHUFA Holding AG.

Zusätzlich ist zu befürchten, dass das Cyber Valley durch die geplanten ca. dreitausend hochbezahlten Arbeitsplätze die gravierende Wohnungsnot in Tübingen noch verschärfen wird. Die Folgen betreffen also nicht nur Studierende, sondern alle Menschen, die in Tübingen wohnen.

Weitere Informationen und die Forderungen der Kupferbaubesetzung können hier nachgelesen werden.

 

Am 24.11. auf die Strasse gegen Gewalt an Frauen!

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Tag gehen weltweit Frauen auf die Straße, um gegen jegliche Form der Diskriminierung sowie psychische und körperliche Gewalt gegenüber Frauen zu protestieren und über die Ausmaße aufzuklären.

Auch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erleben Frauen überdurchschnittlich oft. Jedoch wird gerade dort oft geschwiegen, sei es aus Angst, schlecht aufzufallen oder aus Scham. Denn kaum ein Thema wird in der Arbeitswelt mit solch einem starken Tabu belegt.

Gegen Sexismus (nicht nur am Arbeitsplatz) vorzugehen ist nicht nur eine wichtige Aufgabe im Hier und Jetzt, sondern ein Bestandteil einer Emanzipation, die wir als Lohnabhängige nur gemeinsam angehen können. Wir müssen uns unserer Verantwortung bewusst sein und Respekt für uns und unsere KollegInnen einfordern.

Zu diesem Zweck wollen wir am Samstag, den 24. November (einen Tag vor dem 25. November) gemeinsam mit dem Frauenbündnis Stuttgart auf die Strasse gehen und rufen unsere Mitglieder zur Teilnahme an den Aktionen auf:

Samstag 24. November 2018, Rotebühlplatz in Stuttgart
16.00 Uhr Infotische
17.00 Uhr Kundgebung
18.00 Uhr Demonstration

Wir sehn uns auf der Straße!

Die FAU im Leudelsbachtal

Am Sonntag, den 14. Oktober trafen sich Mitglieder der FAU Stuttgart, sowie deren Freunde und Familien, um gemeinsam im Leudelsbachtal zu wandern und zu grillen. Diese Syndikatsausflüge organisiert die FAU Stuttgart zwei Mal im Jahr, wobei der eine eher einen Bildungscharakter hat und beim anderen mehr die Freizeit im Mittelpunkt steht. Dieses Mal kamen rund 20 KollegInnen zusammen, darunter einige aus Heilbronn. Besonders gefreut hat uns, dass es sich ein Kollege unserer französischen Schwestergewerkschaft CNT aus Straßburg nicht nehmen ließ, extra zu unserem Ausflug anzureisen. Zusammen mit unseren spanischen Mitgliedern ermöglichte dies interessante Gespräche unter ArbeiterInnen mit grenzenübergreifender Perspektive.

Vom Stuttgarter Hauptbahnhof ging es gemeinsam mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Markgröningen. Dort fing die Wanderung samt FAU-Fahne in das Naturschutzgebiet Leudelsbachtal an und führte bei bombastisch schönem Wetter am Bach entlang durch den Wald im Tal. Spontan beschloss die Ausflugsgruppe, die Wanderung ein wenig zu verlängern, und so ging es eine steile Kuppe hinauf, wo es oben angekommen eine erste Verschnaufspause mit tollem Ausblick gab. Der Rückweg führte danach über einen Trampelpfad durch eine kleine Schlucht hinunter und verlangte der Gruppe Trittsicherheit ab. Nach diesem kleinen Abenteuer ging es wieder im Tal gemächlich entlang zum nächsten, deutlich flacheren Aufstieg. Dort war nach insgesamt rund anderthalb Stunden Wanderung der Endpunkt mit Grillstelle und Ausblick auf den Hohenaspberg erreicht.

Ein mitgebrachter Sack Holzkohle, Holzwolle, dünne Hölzer, Papier und trockene Äste aus dem Wald wurden rasch zu einem Feuer gemacht. Die Hitze der Glut hatte zwar mit überraschend starkem Wind auf der Hochfläche zu kämpfen, reichte aber am Ende, als alle Kohle darauf war, aus, um in zwei Durchläufen allen Anwesenden ihr reichlich vorhandenes Essen zu grillen. Die drei vorhandenen Tische reichten aus, damit die Gruppe gemütlich Platz fand und bei leckerem Essen und Getränken ungezwungene und unterhaltsame Gespräche führen konnte. Eine Hängematte und eine Slackline luden zum Verweilen beziehungsweise zur Akrobatik ein. Am frühen Abend klang der schöne Tag langsam aus und die Gruppe fuhr ab einer nahegelegenen Bushaltestelle wieder zurück nach Stuttgart.