Unterstützung von gefeuertem Kollegen bei Ford in Spanien

Mitglieder der FAU Stuttgart verteilten am Freitag, den 24. März dutzende Flugblätter vor der Schwabengarage Stuttgart, die darüber aufklärten, dass Ford in Spanien die Verletzung der Gewerkschaftsfreiheit duldet. Aktuell kämpft unsere Schwesterngewerkschaft CNT in Spanien um die Wiedereinstellung einer ihrer Kollegen, der bei einem Zulieferer der Firma Ford in Valencia als Gewerkschaftssprecher fungierte. Aufgrund seines Engagements wurde er gefeuert. Ford Valencia wurde wiederholt aufgefordert zum Fall Stellung zu beziehen und sich für die Wiedereinstellung des Kollegen einzusetzen – ohne Reaktion. Aktuell findet, nach landesweiten Protesten in Spanien, nun auch eine erste internationale Aktionswoche statt. An diesen beteiligen sich auch FAU-Syndikate aus Berlin, Dresden, Stuttgart, Hamburg und Hannover.

Am 1. Mai auf die Straße!

Der 1. Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiterklasse. Seit 1886 gehen Arbeiter und Arbeiterinnen auf die Straße um ihre Rechte zu verteidigen und den sozialen Fortschritt zu durchzusetzen. Auch dieses Jahr mobilisiert in Stuttgart die revolutionäre Arbeiterbewegung gegen Rechtsruck, Kriegstreiberei und Sozialabbau. Die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Stuttgart ruft alle Lohnabhängigen dazu auf, die Spaltung der Arbeiterklasse zu überwinden und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu erkämpfen. Organisier dich und kämpfe gegen das Kapital!

Solidarität statt Spaltung! Lohnarbeit abschaffen!

10:00 Gewerkschaftsdemo (Marienplatz)
11:30 Revolutionäre Demonstration (Schlossplatz)
Anschließend 1. Mai Fest im Stadtteilzentrum Gasparitsch (Rotenberg Str. 125)
16:00 Vorstellungsvortrag der FAU Stuttgart im Stadtteilzentrum Gasparitsch

Bericht von der Jahresendfeier 2016

Am vergangenem Samstag haben sich die Mitglieder und Freunde unseres Syndikats zu einer Jahresendfeier getroffen. Wir haben eine Räumlichkeit im Stadtteilzentrum Ost mit Deko und Fahnen entsprechend hergerichtet und ein reichhaltiges Buffet mit leckeren warmen und kalten Speisen bereit gestellt. Ein bebilderter Kurzvortrag eines Kollegen ließ die Aktivitäten der FAU Stuttgart im Jahr 2016 anschaulich Revue passieren. Wir führten sowohl ernste, angeregte als auch lustige Gespräche. Später spielten einige am Tische, während Musik und vielerlei Getränke zur Stimmung beitrugen. So ging der Abend schnell in die Nacht über und war um einige Stunden länger als geplant. Dafür bedanken wir uns bei unseren sympathischen Gästen sowie bei den Kollegen, die für das Gelingen des Abends sorgten. Den Beteiligten war als Fazit klar: Nächstes Jahr soll es wieder so eine schöne Feier geben!

Anti-TTIP Demo in Stuttgart

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Am Samstag den 17. September kam es in Stuttgart und sechs weiteren Städten zu großen Demonstrationen gegen die beiden Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Dabei gingen in Stuttgart anstelle der erwarteten 30.000 ganze 40.000 Menschen auf die Straße. Bundesweit waren es damit um die 320.000 Menschen. Bei einem solchen Thema, dass nicht nur Arbeiterrechte oder Umweltschutz, sondern auch Kritik am Kapitalismus allgemein betrifft, durfte die FAU-Stuttgart selbstverständlich nicht fehlen, insbesondere, da es auch einen antikapitalistischen Block mit 250 Teilnehmern gab.
Auch wenn die Kritik an CETA und TTIP zum größten Teil von eher moderaten Richtungen wie beispielsweise dem DGB, den Grünen oder Greenpeace kommt, so sehen wir es dennoch als sinnvoll an, uns daran zu beteiligen. Denn TTIP und CETA sind nur die Symptome des viel tiefer liegenden Problems, dem Kapitalismus mit seiner neuesten Kreation, dem Neoliberalismus. Diese Problematik wollten wir den dortigen Demonstranten aufzeigen, was uns auch teilweise gelungen ist.
Die Demonstration selbst war ein voller Erfolg. Die Teilnehmerzahl war überwältigend und die Stimmung war fantastisch. Es ist uns gelungen unsere Inhalte unter die Menschen zu bringen und diese zu informieren. Rechte Gruppierungen sind bis auf einzelne Verwirrte nicht aufgetaucht und Probleme mit der Polizei gab es auch keine.
Wir nehmen also mit: Eine klasse Stimmung, eine riesige Menschenmasse und schmerzende Füße.

Gewerkschaftliche Beratung startet im September

Ab September findet jeden 1. Mittwoch im Monat zwischen 19 und 20 Uhr im Stadtteilzentrum Gasparitsch die kostenfreie Beratung der Freien Arbeiter Union (FAU) Stuttgart für alle lohnabhängig Beschäftigte statt. Nach Möglichkeit bitte vorher per E-Mail unter faus-beratung@fau.org ankündigen, unangemeldet vorbeikommen geht selbstverständlich auch. Manchmal müssen Fristen eingehalten werden (z.B. bei Kündigungen), melde Dich daher am besten so schnell wie möglich per Mail. Bitte bringe alle Deine Unterlagen (z.B. Arbeitsvertrag, Kündigungsschreiben, Briefwechsel etc.) mit.

Syndikatsausflug

Mann mit FAU-Fahne auf dem Boßler mit guter Aussicht.Heute trafen sich Mitglieder und Freunde der FAU Stuttgart zum ersten jährlichen Syndikatsausflug, um bei gutem Wetter den Boßler zu besteigen. Dieser Berg liegt auf etwa 800 Höhenmetern am Albtrauf und ist Teil eines Biosphärengebietes. Während der Wanderung erzählte uns ein Genosse einiges Wissenswertes über den Berg.

So etwa über die „Jahrhundertsteine“ des Künstlers Uli Gsell, auf denen Schlagwörter aus dem letzten Jahrhundert zu sehen sind. Darüber hinaus ist der Boßler eine Art schwäbisches Bermuda-Dreieck, da seine plötzliche Höhe bei schlechter Sicht bereits zehn Flugmaschinen zerstörte, darunter mehrere deutsche und amerikanische Kampfflugzeuge,
sowie einen Rettungshubschrauber. Außerdem ist der Boßler Heimat für Wachholderbüsche, wodurch viele teils seltene Arten dort zu finden sind. So etwa Enzian, Silberdistel und verschiedene Orchideenarten.

Am frühen Nachmittag kam unsere Gruppe überraschend schnell beim Boßlerhaus der sozialistischen Naturfreunde an. Dort wurde erst einmal bei einem kühlen Getränk Pause gemacht und die Aussicht genossen. Bei der Feuerstelle wurde fachkundig ein prächtiges Feuer entfacht und die FAU-Flagge aufgehängt. Während des Essens gab es einen kurzen Vortrag über Erich Mühsam zusammen mit einigen Gedichten. Danach wurde die Bergkuppel umrundet bevor es wieder nach Hause ging.

Wir sind uns sicher: Nächstes Jahr wieder!

Bericht Filmvorführung Memoria Viva

Bei unserer Filmvorführung am 22. Juli der Dokumentation Memoria Viva konnten sich rund dreißig Besucher, darunter auch einige spanische Migranten, über die Geschichte der legendären spanischen Gewerkschaft CNT informieren. Von den ersten Kämpfen gegen die Bosse, über den Kampf gegen den faschistischen General Franco bis hin zum Kampf gegen den modernen Neoliberalismus.
Im Anschluss an diese Filmvorführung kam es noch zu einer lebhaften Diskussion mit mit dem Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez und dem Produzenten Gonzalo Palomo, wobei durch den beherzten Einsatz unserer Dolmetscherin die Verständigung sehr gut gelang. Danach blieben die meisten noch zum Tresen im Stadtteilzentrum Gasparitsch, um die Diskussionen dort fortzuführen. Alles in allem war dies eine gelungene Vorstellung von der alle Beteiligten viel mitnehmen konnten.

Memoria Viva

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.

Am 22. Juli kommen der Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez und der Produzent Gonzalo Palomo im Rahmen einer bundesweiten Kinotour mit dem Film nach Stuttgart. Nach dem Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

22. Juli 18 Uhr
Stadtteilzentrum GasparitschRotenbergstr. 125
U9 Haltestelle Raitelsberg

Sich wehren lohnt sich!

Unser Mitglied Pablo arbeitete mehrere Monate in einem Lokal in der Leonberger Altstadt auf 450-Euro-Basis. Als er die Stelle kündigen wollte, wurde er von seinem Chef unter wüsten Beleidigungen aus dem Lokal gejagt.

Nachdem er seinen letzten Lohn nach über einem Monat trotz Nachfragen nicht erhielt, wandte er sich an seine Gewerkschaft, die FAU Stuttgart. Nachdem die FAU Stuttgart sich mit dem seinem Chef in Verbindung setzte und diesen aufforderte den ausstehenden Lohn zu bezahlen, kam dieser der Forderung nach und zahlte den geforderten Betrag von über 200€.

Nikola Hecker von der FAU Stuttgart meint dazu: »Es hat sich auch in diesem Fall gezeigt, dass es sich lohnt sich gemeinsam zu wehren. Gerade in der Gastro-Branche denken Chefs, sie könnten mit ihren Arbeitern umspringen wie sie wollen und sie um ihre Rechte betrügen. Dem wurde hier erfolgreich ein Riegel vorgeschoben.«

FAU Stuttgart aktiv am 1. Mai

1. Mai 2016 auf der Höhe vom GerberGut ein Dutzend Mitglieder und Unterstützer der FAU Stuttgart beteiligten sich an den Demonstrationen anlässlich des 1. Mai mit lautstarken Parolen gegen Leiharbeit und Kapitalismus, einem Hochtransparent und einigen Fahnen.

Bei der Gewerkschaftsdemonstration konnte durch die verschiedensprachigen Parolen kämpferische Stimmung erzeugt werden. Im Anschluss kritisierte ein Redner der FAU auf der Auftaktkundgebung der revolutionären 1. Demo die systematische Ausbeutung im Kapitalismus und rief die Zuhörer auf, sich gegen diese Zustände zu organisieren. Auf dem anschließenden Demonstrationszug stach die FAU durch die lauten Parolen gegen Leiharbeit hervor.

Im Verlauf des Tages wurden hunderte Flugblätter und kostenlose Zeitungen verteilt, die zu drei bevorstehenden Veranstaltungen der FAU einluden. Zur Vorstellung der FAU um 16 Uhr im Stadtteilzentrum Gasparitsch kamen rund 30 Zuhörer und beteiligten sich aktiv an der anschließenden Diskussion.