4. Anarchistische Buchmesse

Am Wochenende findet in Mannheim die vierte anarchistische Buchmesse statt. Dabei finden von Freitag bis Sonntag verschiedene Veranstaltungen zu Rojava, Feminismus und anderen aktuellen Themen statt. Dabei besteht die Möglichkeit in Mannheim im Jugendkulturzentrum FORUM, in dem auch die Buchmesse stattfindet. Das Jugendkulturzentrum FORUM befindet sich in der Neckarpromenade 46 in Mannheim. Es wird interessant.

40 Jahre FAU – Happy Birthday

Die FAU wird 40 und wir gratulieren. 1977 begann die Organisation unter dem Namen „Initiative Freie Arbeiter Union“ (I-FAU) als verwegenes, fast aussichtsloses Projekt. Jedoch entwickelte sie sich in den letzten vier Jahrzehnten trotz verschiedener Widerstände zu einer der am längsten bestehenden und größten außerparlamentarischen Organisationen in der BRD. Dabei agiert und agierte sie stets unabhängig von den großen Gewerkschaften und Parteien, immer rebellisch und klassenkämpferisch. Mit Arbeitskämpfen wie der Mall of Berlin sorgte die FAU bundesweit für Aufsehen. Zeit um auf 40 Jahre bewegte Geschichte zurück zu blicken und in die Zukunft. Ein Vortrag zur Geschichte der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union.

6. April (Donnerstag) 19:30
Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstraße 125
Bei U-9-Haltestelle Raitelsberg
Eintritt frei!

Der gleiche Vortrag wird außerdem noch stattfinden in:

  • Heilbronn: Soziales Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49) 4. April 19:00
  • Tübingen: Schelling (Schellingstraße 6) 5. April 20:00
  • Schwäbisch Gmünd: Esperanza (Benzholzstraße 8) 11. April 20:00
  • Nürnberg: Projekt31 (An den Rampen 31) 12. April 19:00

Gewerkschaftliche Beratung startet im September

Ab September findet jeden 1. Mittwoch im Monat zwischen 19 und 20 Uhr im Stadtteilzentrum Gasparitsch die kostenfreie Beratung der Freien Arbeiter Union (FAU) Stuttgart für alle lohnabhängig Beschäftigte statt. Nach Möglichkeit bitte vorher per E-Mail unter faus-beratung@fau.org ankündigen, unangemeldet vorbeikommen geht selbstverständlich auch. Manchmal müssen Fristen eingehalten werden (z.B. bei Kündigungen), melde Dich daher am besten so schnell wie möglich per Mail. Bitte bringe alle Deine Unterlagen (z.B. Arbeitsvertrag, Kündigungsschreiben, Briefwechsel etc.) mit.

Memoria Viva

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.

Am 22. Juli kommen der Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez und der Produzent Gonzalo Palomo im Rahmen einer bundesweiten Kinotour mit dem Film nach Stuttgart. Nach dem Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

22. Juli 18 Uhr
Stadtteilzentrum GasparitschRotenbergstr. 125
U9 Haltestelle Raitelsberg

»Nicht vom Trinkgeld leben müssen!«

BNG DemoJobs in der Gastro, für viele Durchgangsstation, für andere Passion. Gemeinsam haben wir als Angestellte fast alle Unterbezahlung, weit­reichende Erfahrungen mit Arbeitsrechts­verstößen und einer Reihe anderer Probleme. Die Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie der FAU Dresden will das nicht auf sich sitzen lassen. Seit knapp drei Jahren organisieren sich hier Kolleg_innen mit Witz und Solidarität um die Verhältnisse zu kippen. Nun erzählen sie von ihren bisherigen Erfahrungen, von Widrigkeiten und Erfolgen. Ein Muss für jede_n aus der Branche! Neben verschiedenen praktischen Selbsthilfestruk­turen wird auch erläutert, warum der Betrieb durch­aus auch Feld der Auseinandersetzung auf politi­scher Ebene sein kann. Am Ende wollen die Kolleg_innen aus Dresden mit euch aber v.a. über die Branche in Stuttgart und eure Erfahrungen und Probleme sprechen.
Zum freien Austausch keine Chef_innen erwünscht.

19. Mai 19:30
Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstraße 125
U9 Haltestelle Raitelsberg
Freier Eintritt!

„Adieu, Liberté! Adieu, Fraternité!“

Seit den Attentaten im vergangenen Jahr und dem Angriff neulich auf eine Polizeiwache in Paris hat sich das politische Klima in Frankreich drastisch gewandelt. Der in der französischen Gesellschaft seit jeher schwelende Rassismus hat neue Nahrung erhalten. Das Zusammenleben von Franzosen europäischer und nicht-europäischer Abstammung wird mehr und mehr von Ressentiments bestimmt. Dies zeigt sich nicht nur in der breiten Akzeptanz der rechtsextremen Partei Front National, sondern auch in der alltäglichen Berichterstattung über Jugendliche aus den Pariser Banlieues, den Vororten. Gleichzeitig werden die Freiheitsrechte enorm eingeschränkt, was auch Auswirkungen auf linke und anarchistische Politik hat. Einschränkung von Demonstrations- und Meinungsfreiheit sind hiervon nur die markanten Spitzen der Entwicklung.

Maurice Schuhmann lebt seit über 5 Jahren in Frankreich und berichtet von der aktuellen Situation und dem Umgang der französischen Linken, besonders der anarchistischen Szene, mit den aktuellen Verhältnissen, sowie deren Kritik an der weltweiten, (häufig) unreflektierten Solidarität.

28. Mai 19 Uhr 30
Stadtteilzentrum Gasparitsch
U9 Haltestelle Raitelsberg
Eintritt frei!

Die FAU stellt sich vor

titelItsTime

Kämpferisch, selbstorganisiert, solidarisch und mehr als nur Gewerkschaft – so stellt sich die Freie Arbeiterinnen-und Arbeiter-Union vor. Doch worin unterscheidet sich die FAU von anderen Gewerkschaften? Wie organisiert sie sich? Und was bringt eine Mitgliedschaft? Diese und andere Fragen werden die zwei Referenten der FAU Stuttgart an diesem Abend beantworten.

30. März 19 Uhr 30
Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstraße 125
U9 Haltestelle Raitelsberg
Freier Eintritt!

Arbeitskämpfe in der Türkei

Filmstreifen2013 hatte sich mit der Bewegung um den Gezi-Park eine bunte Bewegung von unten gezeigt, die den Status Quo angriff. Seitdem sind die Berichte aus der Türkei durch Flüchtlingsströme, Terroranschläge und den immer weiter eskalierten Bürgerkrieg in den kurdischen Gebieten bestimmt. Mit dieser Eskalation konnte die Regierung Erdogan ihre Macht zumindest kurzzeitig stärken. Trotzdem gab es in dieser Zeit die ersten größeren kollektiven Kämpfe von ArbeiterInnen.

Wir wollen diese Kämpfe mithilfe von Ausschnitten aus Filmen zur Fabrikbesetzung bei Greif 2014 und zur Streikwelle in der Autoindustrie 2015 in den Blick nehmen und darüber diskutieren.

24. März 19:30 DemoZ Wilhelmstr. 45/1

Streik der Minenarbeiter in Südafrika

FilmstreifenSeit Jahren ist Südafrika eins der Länder mit den meisten Streiks und Protesten weltweit. Eine der wichtigsten Streikwellen fand im Platinsektor statt: Diese Streiks waren massenhaft, außerhalb der Gewerkschaften selbstorganisiert und in ihren Forderungen egalitär. Im Sommer 2012 töte die Polizei 34 Arbeiter bei einem Platinstreik in Rustenburg. Nach dem Massaker weitete sich die Streikwelle aber noch einmal aus. Gleichzeitig war weltweit das Entsetzen groß, dass ausgerechnet in Nach-Apartheid-Südafrika ein Streik massakriert wird. Wir wollen den Film »Miners Shot Down« zusammen mit Wildcat zeigen, der den Streik in Rustenburg darstellt und die Hintergründe des Massakers untersucht, und gemeinsam darüber diskutieren.
16. März 19:30 Gasparitsch Rotenbergstraße 125

Migrantische Arbeitskämpfe in der italienischen Logistik

FilmstreifenSeit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.  Ausgerechnet migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Wir zeigen in Kooperation mit der Wildcat den Film »Die Angst wegschmeißen«, der die migrantischen Kämpfe in der norditalienischen Logistik behandelt.
2. März 19:30 Stadtteilzentrum Gasparitsch Rotenbergstraße 125