Vortrag zur Anarcho-syndikalistischen Jugend Stuttgart

Von 1990 bis 1993 bestand im Großraum Stuttgart die „Anarcho-Syndikalistische Jugend“ (ASJ). Die ASJ war eine unabhängige anarchistisch-syndikalistische Jugendgruppe, stand der Stuttgarter FAU jedoch nahe. Ein Schwerpunkt der Gruppe war militanter Antifaschismus. Darüberhinaus beteiligte sie sich u.a. an Wahlboykottkampagnen, der Vorbereitung und Durchführung revolutionärer 1. Mai Demonstrationen mit einem eigenständigen „anarchistischen Block“, dem Kampf gegen den Golfkrieg, Aktivitäten gegen die Wiedervereinigung sowie der Besetzung des Hauses Schwabstrasse 16b in Stuttgart.

Martin Veith kommt nach Stuttgart. Er ist Autor des Buchs „Eine Revolution für die Anarchie – Die Geschichte der anarcho-syndikalistischen Jugend (ASJ) im Großraum Stuttgart 1990-1993“. Er war selbst Mitglied der damaligen ASJ  und wird am 24.1.26 um 19 Uhr im Stadtteilzentrum Gasparitsch Rotenbergstraße 125, 70190 Stuttgart bei der gemeinsamen Veranstaltung der Anarchistischen Initiative Stuttgart (AIS) und der Freien Arbeiter:Innen Union (FAU) Stuttgart über seine Erfahrungen mit der ASJ sprechen.

Aus dem Buch:

„Es ist unzweifelhaft, dass durch die ASJ der kämpferische, offensive Anarchismus den Weg zurück auf Stuttgarts Straßen gefunden hatte. Die Gruppe zeichnete Leidenschaft und Optimismus aus. Und wir wussten, was wir wollten – die soziale Revolution – und durch sie eine anarchistische Gesellschaft. Die Gruppe zeichnete Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit aus. Wir waren keine Spaß-Gruppe. Das merkten sowohl unsere Feinde und Gegner, als auch diejenigen, die den Anarchismus als „Spiel“ und „Ersatz-Familie“ betrachteten…. Die ASJ verband die individuelle persönliche Entwicklung mit dem kollektiven Kampf. Antrieb war der Wille zur Veränderung, die bei jedem selbst beginnt, aber die gemeinsame Aktion benötigt, um sich schließlich durchsetzen zu können.“

Mehr Infos zum Buch

Herausgeber: ‎ Verlag Edition AV
380 Seiten, 22€
ISBN-10: ‎ 3868410058
ISBN-13: ‎ 978-3868410051

Wir haben es satt! Landarbeiter:innen für Ernährungssouveränität und Systemwandel! Am 17. Januar nach Berlin!

Fotomontage in grün und gelb: Person mit Megafon vor einem Demoblock der IGG. Beschriftung "Wir haben es satt!", 17. Januar, 12 UhrAktionswochenende vom 16.-18.1. in Berlin | Zentrale Demo “Wir haben es satt!” und Vernetzung am 17.1. 

  • 16.1.:  19 Uhr: Vorstellung der IGG @ Café des Hausprojektes Prinzenallee 58 (PA58), Berlin
  • 17.1.: 9 Uhr – 11:15 Uhr: Frühstück für Beschäftigte aus den Grünen Gewerken @ PA58 | 12 Uhr: Antikapitalistischer Block auf der „Wir haben es satt!“-Demo @ Brandenburger Tor | 17 Uhr: Aufwärmen und Ankommen @PA58 | 18 Uhr: veganes Abendessen für alle @PA58 | 19:30 Uhr: Vernetzungsabend mit ELAN, IGG, Interbrigadas, jAbL und anderen @PA58 | danach Ausklang und Übernachtung
  • 18.1.:  8 Uhr Mitbringfrühstück @PA58 | 10 Uhr zweites Frühstück vom ELAN-Netzwerk @tba

Aufruf zum antikapitalistischen Block

Wir Beschäftigten aus der Landwirtschaft und Gartenbau, Umweltberufen und Forst haben es satt: Jedes Jahr sterben über 100 unserer Kolleg:innen bei der Arbeit. International gehören Kleinbäuer:innen und Landarbeiter:innen zu den am heftigsten von Hunger, Krieg, extremer Ausbeutung und sexueller Gewalt betroffenen Personengruppen. Die Ergebnisse dieser Gewalt kommen bspw. in Form von Chiquita-Bananen aus Panama oder Biogemüse aus Almeria auch in unseren Supermärkten an. Und auch in Deutschland müssen wir ständig gegen die Unterschreitung der absoluten Mindeststandards ankämpfen, wobei unsere migrantischen Kolleg:innen besonders angriffen werden. Wir wissen jedoch, dass dies ein Angriff auf alle Beschäftigten der Branche ist.

Doch nicht nur unsere akuten Arbeitsverhältnisse treiben uns auf die Straße. Denn das kapitalistische Wirtschaftssystem rast immer schneller auf eine Eskalation verschiedener Krisen zu und überschreitet immer mehr planetare Grenzen. Die Agrarindustrie hat an der Störung von Nährstoffkreisläufen, der Klimakatastrophe, dem Artensterben und der Verbreitung von Ewigkeitschemikalien einen gewichtigen Anteil und statt umzusteuern, werden die Probleme durch Politik und Industrie immer noch verschärft, bspw. mit der aktuellen Deregulierung der Gentechnik. Aufrüstung, eine autoritäre Wende und dazu Reallohnverluste und Kürzungspolitik setzen uns unter Druck und machen eine Landwirtschaft für alle immer schwerer. Lösungskonzepte wie solidarische Landwirtschaften, die versuchen direkt mit den Konsument:innen Alternativen aufzubauen, leiden bei uns besonders darunter. Flächenvernichtung, Versauerung der Ozeane, Degradierung der Böden, Energie- und Klimakrise werden dazu führen, das globale Hungersnöte in den nächsten Jahrzehnten zunehmen und nicht mehr nur – wie bisher – ein Verteilungsproblem, sondern ein unumstößliches Ergebnis der Vernichtung unserer eigenen Lebensgrundlagen sind. Dagegen tun wir uns als Basisgewerkschaft zusammen.

Es geht ums Ganze!

Es geht nicht nur um Reformen oder einzelne politische Fehlentscheidungen. Es geht um ein ganzes wirtschaftliches System, das schon immer auf Mensch und Natur gepfiffen hat und uns nun an den Rand der Überlebensfähigkeit führt.

Doch es gibt Hoffnung. Im Jahr 2025 kamen Vertreter:innen von Organsationen mit insgesamt über 250 Millionen Mitgliedern, v.a. aus dem globalen Süden, im Nyéléni-Forum unter dem Titel “Systemtransformation – HEUTE oder NIE!” zusammen. Wir teilen diese Eindringlichkeit. Der Elefant der überall im Raum steht, ist unser überkommenes und menschenfeindliches Wirtschaftssystem. Es gilt sich gemeinsam zu organisieren, starken Widerstand von unten zu schaffen und eine solidarische Alternative aufzubauen – so schnell wie möglich.

Unsere Mobilisierung zu der Demonstration ist ein wichtiger Baustein für uns um eine Arbeiter*innen-Perspektive innerhalb der Landwirtschaftsbewegung zu zeigen. Weiterhin ist sie ein Ort, wo wir als Organisationen zusammenkommen, unsere Beziehungen vertiefen und unsere gewachsene Stärke wahrnehmen können.

Deswegen rufen wir alle Mitglieder der “Initiative Grüne Gewerke”, sowie Interessierte, Verbündete und Genoss*innen auf am 17. Januar mit uns in den antikapitalistischen Block zu kommen.

Wir wachsen gemeinsam von unten…

  • Für einen Systemwandel!
  • Für Ernährungssouveränität!

[07.10.] Vortrag „Die FAU stellt sich vor“ in Backnang

Kämpferisch, selbstorganisiert, solidarisch und mehr als nur Gewerkschaft – so stellt sich die Freie Arbeiter*innen-Union vor. Doch worin unterscheidet sich die FAU von anderen Gewerkschaften? Wie organisiert sie sich? Und was bringt eine Mitgliedschaft? Diese und weitere Fragen wird der Referent der FAU Stuttgart an dem Abend beantworten.

07.10.2022 um 20 Uhr
Jugendzentrum Backnang (Mühlstraße 3, Backnang)

[05.08.22] Vortrag: FAU – Was ist das?

hiermit laden wir dich gerne zu unserem nächsten Vortrag und Austausch ein:

Freitag, 5. August
ab 19 Uhr
Künstlerhaus Stuttgart

Reuchlinstraße 4B
70178 Stuttgart
S-Bahn Schwabstraße
Buslinie 42 Schwab-/Reinsburgstraße

Um was gehts?

Kämpferisch, selbstorganisiert, solidarisch und mehr als nur Gewerkschaft – so stellt sich die Freie Arbeiterinnen-und Arbeiter-Union vor. Doch worin unterscheidet sich die FAU von anderen Gewerkschaften? Wie organisiert sie sich? Und was bringt eine Mitgliedschaft?

Podiumsdiskussion: Braucht es noch Gewerkschaften? Wenn ja: welche?

Anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums des verdi-Ortsvereins Medien und Kunst Konstanz findet am 25.5.2022 diese Podiumsdiskussion statt – neben vielen weiteren lokalen Veranstaltungen. Aufs Podium sind neben lokalen (verdi-) Aktiven auch ein Mitglied der FAU Stuttgart eingeladen. Wir freuen uns auf eine spannende und erkenntnisreiche Diskussion.

Im Folgenden der Ankündigungstext:

Schon lange nicht mehr waren so wenige Beschäftigte in einer Gewerkschaft organisiert: Derzeit sind es nur noch 17 Prozent aller Lohnabhängigen; bei den Jüngeren ist es nur jede/r Zehnte. Und die Zahlen sinken weiter. In Großbetrieben mit Betriebsrat und im öffentlichen Dienst sind Organisationen wie die IG Metall, ver.di oder die Gewerkschaft Nahrung-Gaststätten-Genussmittel (NGG) noch präsent. Aber wer kümmert sich um das neue Prekariat der Solo-Selbständigen, um die einsamen Arbeitskräfte der digitalen Ökonomie, um die Ausgegrenzten und Marginalisierten? Und wer mobilisiert sie? Marschieren die Gewerkschaften in die Bedeutungslosigkeit? Läuft da was falsch? Versagt die Bewegung? Ist sie zu verkrustet, zu institutionell, zu unpolitisch? Die Gewerkschaften, sagte einmal der französische Soziologe Pierre Bourdieu, »müssen sich ständig wandeln, um bestehen zu können«. Aber in welche Richtung? Müssen sich die Gewerkschaften neu erfinden?

Eine Diskussion mit Johanna Vogt, Moritz Gallus und anderen jungen Aktiven von Konstanzer Einrichtungen und Betriebsgruppen, mit Manuel Oestringer  vom Klimacamp Konstanz und Marc Stehle von der anarchosyndikalistischen FAU (Stuttgart).

Termin: Mittwoch, 25. Mai 2022, 20 Uhr
Ort: Bürgersaal, Stephansplatz Konstanz
Freier Eintritt. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

Übersicht zum 1. Mai 2022

Am 1. Mai sehen wir uns hier:

10 Uhr: Gewerkschaftsdemo | Marienplatz | bei den schwarz-roten Fahnen der FAU

Ab 14 Uhr: Straßenfest vor dem Stadtteilzentrum Gasparitsch | mit Infoständen, Kaffee&Kuchen, Kinderprogramm, Quiz, Live-Musik, Essen & politischem Programm

Beim Straßenfest sind wir bei folgenden Programmpunkten beteiligt:

14 – 15.30 Uhr: Podiumsdiskussion – Wie wollen wir leben in Stuttgart-Ost?

17.30 Uhr: Vorstellungsvortrag – Was ist die Freie Arbeiter*innen Union?

Mehr Infos zum Straßenfest findest du hier

Aktuelles und Neuerungen zu unserer gewerkschaftlichen Beratung

Telefonische Beratung jetzt jeden Mittwoch

Am 1. Mittwoch keine Zeit gehabt? Der nächste Monatsanfang ist noch lange hin und es muss JETZT schnell gehen? Wir wollen noch besser erreichbar sein. Ab sofort sind wir jeden Mittwoch telefonisch erreichbar zwischen 19 und 20 Uhr.

Neue Nummer des Gewerkschaftshandys

Unserer gewerkschaftlichen Beratung gibt es jetzt mehrmals im Monat. Es hat sich auch die Nummer geändert. Du erreichst uns jetzt unter: 0157 53 10 70 23

Keine Voranmeldung mehr notwendig

Während der letzten zwei Jahre Corona-Pandemie haben wir unsere gewerkschaftliche Beratung weiterhin angeboten. Aufgrund der schwierigen Umstände (inklusive zeitweiliger Ausgangssperre) hatten wir eine (auch kurzfristig mögliche) Voranmeldung eingeführt. Ab sofort entfällt die Voranmeldung – sowohl bei der gewerkschaftlichen Beratung im Stadtteilzentrum Gasparitsch, als auch bei der telefonischen Beratung.

Persönliche Beratung im Stadtteilzentrum Gasparitsch bleibt

Viele Änderungen, aber was sich nicht geändert hat: Unsere kostenfreie gewerkschaftliche Beratung findet weiterhin am 1. Mittwoch im Monat von 19-20 Uhr im Stadtteilzentrum Gasparitsch statt.

Kontakt: So erreichst du uns

  • jeden Mittwoch von 19-20 Uhr telefonisch: 0157 53 10 70 23
  • jeden 1. Mittwoch im Monat von 19-20 Uhr: im Stadtteilzentrum Gasparitsch (Rotenbergstraße 125 in Stuttgart Ost
  • per messenger (WhatsApp, Signal, Telegram: 0157 53 10 70 23

Heraus zum 1. Mai!

Wir Arbeiter*innen gehen am 1. Mai auf die Straße, um für bessere Arbeits- und Lebens­bedingungen zu demonstrieren. Befristete Arbeits­verträge, Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit, Minijobs, Kurzarbeit, Gefährdung unserer Gesundheit durch Corona sind an der Tagesordnung, solange wir uns das weiterhin gefallen lassen. Um dies zu ändern, müssen wir als Arbeiter*innenklasse zusammenstehen. Nur gemeinsam, Schulter an Schulter erreichen wir ein besseres Leben! Darum organisiere Dich gewerkschaftlich und kämpfe mit uns für eine solidarische Gesellschaft jenseits von Kapitalismus und Unterdrückung!

Weniger Vollzeit. Mehr Freizeit. Voller Lohnausgleich. Für eine 30-Stunden-Woche – für alle!

Wir sehn uns am 1. Mai 2022 hier:
Gewerkschaftsdemo 10 Uhr Marienplatz
bei den schwarz-roten Fahnen der FAU

Ab 14 Uhr Straßenfest vor dem Stadtteilzentrum Gasparitsch
Mit Vortrag „Was ist die FAU?“
Rotenbergstr. 125 (U9-Haltestelle Raitelsberg)

Widerstand auf Arbeit – heute fange ich an

Wir verbringen viel zu viel Zeit auf der Arbeit anstatt diese für unser Leben, für Fortbildung oder politische Arbeit zu haben. Als Arbeiter*innen sind wir zur Lohnarbeit gezwungen und genau darauf basiert das kapitalistische System der Ausbeutung. Damit hängt es auch von jeder*m einzelnen von uns ab, uns nicht täglich verarschen zu lassen und uns stattdessen so teuer wie möglich zu verkaufen. Langfristig hilft natürlich nur ein gemeinschaftlicher Zusammenschluss mit Kolleg*innen, um Forderungen zur Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

Im Workshop geht es darum, wie und was jede*r von uns alleine schon auf Arbeit tun kann.

Freitag, 29.04.2022 um 19 Uhr im DemoZ (Wilhelmstr. 45/1 Ludwigsburg)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Demokratischen Zentrum Ludwigsburg (DemoZ)

Die FAU Stuttgart stellt sich vor

Online Kurzvortrag in Kooperation mit dem DemoZ

Freitag, 28.1.2022 um 19 Uhr

Link zur Veranstaltung folgt

Kämpferisch, selbstorganisiert, solidarisch und mehr als nur Gewerkschaft – so stellt sich die Freie Arbeiter*innen-Union vor. Doch worin unterscheidet sich die FAU von anderen Gewerkschaften? Wie organisiert sie sich? Und was bringt eine Mitgliedschaft? Diese und weitere Fragen wird der Referent der FAU Stuttgart an dem Abend beantworten.