Sich wehren lohnt sich!

Unser Mitglied Pablo arbeitete mehrere Monate in einem Lokal in der Leonberger Altstadt auf 450-Euro-Basis. Als er die Stelle kündigen wollte, wurde er von seinem Chef unter wüsten Beleidigungen aus dem Lokal gejagt.

Nachdem er seinen letzten Lohn nach über einem Monat trotz Nachfragen nicht erhielt, wandte er sich an seine Gewerkschaft, die FAU Stuttgart. Nachdem die FAU Stuttgart sich mit dem seinem Chef in Verbindung setzte und diesen aufforderte den ausstehenden Lohn zu bezahlen, kam dieser der Forderung nach und zahlte den geforderten Betrag von über 200€.

Nikola Hecker von der FAU Stuttgart meint dazu: »Es hat sich auch in diesem Fall gezeigt, dass es sich lohnt sich gemeinsam zu wehren. Gerade in der Gastro-Branche denken Chefs, sie könnten mit ihren Arbeitern umspringen wie sie wollen und sie um ihre Rechte betrügen. Dem wurde hier erfolgreich ein Riegel vorgeschoben.«

FAU Stuttgart aktiv am 1. Mai

1. Mai 2016 auf der Höhe vom GerberGut ein Dutzend Mitglieder und Unterstützer der FAU Stuttgart beteiligten sich an den Demonstrationen anlässlich des 1. Mai mit lautstarken Parolen gegen Leiharbeit und Kapitalismus, einem Hochtransparent und einigen Fahnen.

Bei der Gewerkschaftsdemonstration konnte durch die verschiedensprachigen Parolen kämpferische Stimmung erzeugt werden. Im Anschluss kritisierte ein Redner der FAU auf der Auftaktkundgebung der revolutionären 1. Demo die systematische Ausbeutung im Kapitalismus und rief die Zuhörer auf, sich gegen diese Zustände zu organisieren. Auf dem anschließenden Demonstrationszug stach die FAU durch die lauten Parolen gegen Leiharbeit hervor.

Im Verlauf des Tages wurden hunderte Flugblätter und kostenlose Zeitungen verteilt, die zu drei bevorstehenden Veranstaltungen der FAU einluden. Zur Vorstellung der FAU um 16 Uhr im Stadtteilzentrum Gasparitsch kamen rund 30 Zuhörer und beteiligten sich aktiv an der anschließenden Diskussion.