Ihr erreicht uns über fautue-kontakt@fau.org
Wir treffen uns immer am 3. Mittwoch im Monat um 20.15 Uhr im Infoladen der Schelling (Schellingstraße 6). Ihr findet uns rechts ganz hinten im Keller.
An jedem letzten Montag im Monat bieten wir eine gewerkschaftliche Beratung im Büro Aktiv (Fruchtschranne 6) von 18 bis 19 Uhr an. Bei akuten Problemen auf der Arbeit ist die Erstberatung auch ohne Mitgliedschaft kein Problem und immer kostenlos.
Anschließend geht es ab 20:00 Uhr weiter zur Gewerkschaftskneipe im cum tempore /c.t. (Georgstraße 1). Dort könnten wir uns gerne bei einer entspannten Athmosphäre über Probleme auf der Arbeit, Gewerkschaft und Co. austauschen.
Kalender
News
-
Arbeitskampf Hausbar

<english invitation below>
Wir von der FAU hatten gerade einen Arbeitskonflikt in einer Tübinger Gärtnerei erfolgreich abgeschlossen, als bei uns eine weitere Gärtnerin Mitglied wurde, weil sie heftige Arbeitsrechtsverstöße in einem Tübinger Obstgut erlebt hatte: Der Chef hatte sie und eine Kollegin im Affekt gefeuert, nachdem sie nach Arbeitsschuhen gefragt hatte (ein Grundrecht von Arbeitnehmer*innen) und gefragt hatte warum sich der Lohn im Betrieb so unterscheidet. Durch Konfrontation konnten wir die Auszahlung einer Abfindung erwirken. Aber der Erfolg hat einen bitteren Beigeschmack.
Parallel dazu konnten wir in einem Gastrobetrieb eine Wiedereinstellung erwirken. Diese und weitere Arbeitskämpfe sollen das Thema unserer Hausbar am 5.August sein, um dort Strategien zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Eingeladen sind alle Interessierten und ganz besonders wer auch Unrecht auf Arbeit erlebt hat!
20 Uhr Begin, viele leckere Getränke,
Ausklang mit Musik in schöner Draußenathmosphäre (bei gut Wetter)
Mittwoch 5.8.2026
Hof oder Kellerhausbar Schellingstraße 6, Tübingen
*Die Freie Arbeiter*innen Union (FAU) ist eine anarcha-syndikalistische Basisgewerkschaft die bundesweit aktiv und weltweit vernetzt ist.
englische übersetzung mit deepl.com:
FAU Labour Struggle at Hausbar
We at the FAU* had just successfully resolved a labour dispute at a Tübingen-based nursery when another gardener joined our union because she had experienced serious breaches of employment law at a Tübingen orchard: he boss had sacked her and a colleague in the heat of the moment after she had asked about work shoes (a fundamental right of employees) and enquired why there was such a disparity in pay within the company. We were able to secure a severance payment by taking a firm stance. But this success has a bitter aftertaste.
At the same time, we managed to secure the reinstatement of a worker at a catering establishment. This and other labour disputes will be the focus of our house bar event on 5 August, where we will discuss strategies and share experiences. Everyone interested is invited – and especially those who have also experienced injustice at work!
8pm begin, many nice drinkt avaiable,
Finishing with Musik in nice outdoor athmosphere (when weather is good)
Wednesday 5.8.2026
Court or Basement Bar Schellingstraße 6, Tübingen
*The Free Workers‘ Union (FAU) is a grassroots anarcho-syndicalist union that is active nationwide and part of a global network.
-
Mindestlohn? Bleibt! Auch in der Landwirtschaft.

Am Donnerstag den 17.7 fand am Holzmarkt in der Tübinger Innenstadt eine Kundgebung gegen die aktuell diskutierte Senkung der Mindestlöhne von Saisonarbeiterinnen statt. Die Freie Arbeiterinnenunion (FAU) Sektion Tübingen/Reutlingen rief dazu auf sich mit den betroffenen Saisonarbeitskräften solidarisch zu zeigen und die jüngste Forderung des Bauernverbandspräsidenten Rukwied entschieden zurückzuweisen. Dieser hatte wenige Tage zuvor mit der fadenscheinigen Begründung, dass ihr Lebensmittelpunkt nicht in Deutschland liege, gefordert dass Saisonarbeiter*innen in Deutschland kein Mindestlohn mehr gezahlt werden solle – wobei dieser durch massiv übersteigerte Unterkunfts-, Versorgungs- und Vermittlungskosten sowieso häufig nur auf dem Papier existiert.
Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) zeigte sich offen für die Forderung und gab gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland an, dass seine Fachleute prüfen, ob es einen rechtssicheren Weg gebe, Ausnahmen vom Mindestlohn möglich zu machen.
Vor allem migrantische Saisonarbeitskräfte machen etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Beschäftigten in Deutschland aus. Sie arbeiten vor allem in arbeitsintensiven Sonderkulturen und kleinen bis mittelgroßen Landwirtschaftsbetrieben und gehören schon jetzt zu der Berufsgruppe mit der schlechtesten Bezahlung, den längsten Arbeitstagen (Beschäftigte berichten teilweise von 10-14 Stundentagen), den menschenunwürdigsten Unterkünften, sowie den meisten (oft auch tödlichen) Unfällen und sind somit die am härtesten arbeitenden und verletztlichsten Beschäftigten der Landwirtschaft.
Die Ortsgruppe der FAU fordert wie ihre überregionale Arbeitsgruppe IGG (Initiative Grüne Gewerke) eine komplette Angleichung der Arbeitsverhältnisse für migrantische Saisonkräfte u.a.hinsichtlich Sozialversicherung, Löhnen und Arbeitsrechten, die Absetzung des Bauernverbandspräsidenten Rukwied und 15€ als Lohnuntergrenze für alle Beschäftigten in den Bereichen Gartenbau, Forst und Landwirtschaft. „Wenn einer von uns getroffen wird sind wir alle gemeint und dürfen uns das nicht gefallen lassen“, so Lennart von der Ortsgruppe der FAU Tübingen/Reutlingen. Eine Rednerin des Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft Baden-Württemberg zeigte außerdem auf, dass eine zukunftsfähige sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft möglich ist, insofer die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
-
Unser 1. Mai auf der Straße
Am internationalen Kampftag unserer Klasse gehen weltweit Arbeiter*innen auf die Straßen und fordern ihre Rechte und Verbesserungen auf der Arbeit ein. Es ist auch ein Tag an dem auch größere politische Forderungen gestellt werden. Die FAU Stuttgart war daher auch auf der Straße.
Wir treten seit vielen Jahren für eine Verkürzung der Arbeitszeit für alle ein und so war auch an diesem 1. Mai unser Transparent mit der Forderung nach einer 30-Stunden Wochen zu sehen. Wir trafen uns am Vormittag in Stuttgart, um gemeinsam nach Tübingen zu fahren. Das war neu für uns an einem ersten Mai! Dort unterstützten wir ab 10 Uhr unsere dortigen Kolleg*innen auf der Demo und mit einem Infostand. Während Freund*innen uns auf der Stuttgarter Demo vermissten, war die Freude um unseren Support und Erfolg in Tübingen groß. Ein durchgehend lautstarker Block mit zwei gut sichtbaren Transparenten und unseren Fahnen fast am Ende der Demo zog große Aufmerksamkeit an und weckte Interesse, weil viele Menschen uns noch bis zum Mittag immer wieder ansprachen. Unsere kostenlose 1. Mai Zeitung wurde daher zu hunderten an Interessierte Passant*innen und Demoteilnehmer*innen verteilt und war schnell vergriffen bevor die Demo zu Ende war.
Um 13 Uhr ging es wieder gemeinsam zurück, um zum Beginn des Straßenfestes des Stadtteilzentrums Gasparitsch im Stuttgarter Osten zu sein. Dort halfen wieder etliche Kolleg*innen von uns aus in vielen freiwilligen Arbeitsdiensten. Einige spendeten Salate und Kuchen für die kulinarische Versorgung, die wiederum gegen Spende also kleines Geld an die vielfältigen Besucher*innen ausgegeben wurden. Die Linsen und Spätzle (optional mit Saidawürschdle) am Abendessen war dabei das sicher gesetzte schwäbische Highlight. Aber vor diesem leckeren Abendessen drehten wir auch in Stuttgart nochmal auf:
In einem sehr gut besuchten Kurzvortrag stellten wir unsere Gewerkschaft mit praktischen Beispielen vor. Danach ging es um kurz vor 17 Uhr vom Stadteilzentrum in einer kurzen, schnellen aber auch lauten und sichtbaren Demo zum Ostendplatz. Dort hielt ein Kollege von uns eine der vier Reden, die mit jeweils etwa fünf Minuten nicht allzu lang waren und nochmals für gute Stimmung unter den Teilnehmerinnen sorgte. Auch unser Kollege bekam mehrmals zustimmenden Zwischenapplaus, auch als er am Ende seiner Rede erklärte: „Denn einen Finger können sie brechen, aber fünf Finger sind ne Faust!“ und die Anwesenden aufforderte in eine Gewerkschaft einzutreten, am besten natürlich bei uns, der FAU Stuttgart!

Tübingen 
1 World 1 Struggle! 
Tübingen 
Infostand 
Infostand 
Tübingen 
1.Mai Zeitung 
Tübingen 
Tübingen 
Kurzvortrag 
Eisenbahner lernt von Erntehelfer 
Stuttgart 
Stuttgart 