Vortrag in Reutlingen und Tübingen mit Peter Nowak

Der Journalist Peter Nowak wird am 6. und 7. Juli in Reutlingen und Tübingen sein und dort jeweils zum Thema Arbeitskämpfe sprechen.

Veranstaltungstext:

Selbstbestimmte Arbeitskämpfe nach dem Ende der großen Fabriken oder das neue Gesicht der Arbeiter_innenbewegung

Mit Peter Nowak, Journalist

Oft wird behauptet, dass große Streiks und gesellschaftlich relevante Arbeitskämpfe in Zeiten, in denen zumindest in Ländern wie Deutschland die großen Fabriken auf dem Rückzug sind, der Vergangenheit angehören. Auf der Veranstaltung soll hingegen gezeigt werden, dass diese von vielen Medien verbreitete und auch bei Linken populäre These falsch ist. Der Journalist Peter Nowak und Herausgeber des im Verlag Edition Assemblage herausgegebenen Buches, „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“, wird über die Veränderungen der Arbeitskämpfe sprechen, wenn zunehmend prekäre Kurierfahrer_innen, migrantische Logistikbeschäftigte, Jobber_innen in Spätverkäufen und prekäre Lohnabhängige in den Universitäten gegen ihre schlechten Arbeitsverhältnisse Widerstand leisten. Ein besoderes Augenmerk legt er auf die „Care“-Beschäftigten (also Beschäftigte in Pflege- und Sorgeberufen), die in den letzten Jahren in vielen Städten (auch in Reutlingen und Tübingen) für bessere Arbeitsverhältnisse kämpfen.

 

6. Juli 2018 19:00 Uhr
Kulturzentrum franz.K
Unter den Linden 23, Reutlingen

7. Juli 2018 16:30 Uhr
Wohnprojekt Ludwigstrasse 15
Ludwigstraße 15, Tübingen

 

Unterstützt durch die FAU Stuttgart

Solidarität mit der Wilhelm-Raabe-Str. 4

Bild: leerstandbeleben.bplaced.net

Am 28. April wurden in der Wilhelm-Raabe-Straße 4 in Stuttgart-Heslach zwei leerstehende Wohnungen besetzt. Etwa 200 Leute liefen mit Möbeln, Pflanzen und Geschirr ausgerüstet vor das Haus. Anschließend zogen zwei junge Familien in die leerstehenden Wohnungen ein. Dadurch wurde deutlich gemacht, dass es sich nicht um eine symbolische Aktion handelt. Die massive Wohnungsnot in Stuttgart trifft vor allem Geringverdienende und Familien mit Kindern und dass auf Versprechen von Seiten der Politik kein Verlass ist, dürfte mittlerweile mehr als klar sein.

Wir erklären uns daher solidarisch mit den Besetzer*innen der zwei Wohnungen und hoffen, dass angesichts des immensen Leerstands in Stuttgart diese Form der direkten Aktion Nachahmung findet.